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Zwei Figuren haben sich auf den steilsten Weg in der Mallandschaft begeben. Sie sind unterschiedlich weit gekommen. Wo sind sie angelangt?
Die Mallandschaft (Peter Gallin) Die Lernziele
Bei der ML stehen die Treppen mit unterschiedlichen Stufenhöhe unmittelbar nebeneinander. Wie beim Addieren wird Multiplizieren zunächst als anstrengendes Treppensteigen erlebt. Angenehme Umwege (geeignete Termumformungen) für unangenehme Rechnungen gibt es auch hier. Entscheidend ist, dass das Faktorisieren – die höher stehende Tätigkeit als das Ausmultiplizieren – ganz ins Zentrum rückt. Welches war die zugehörige Rechnung, wenn du dich auf einer bestimmten Plattform befindest? Dass die Kinder bei all diesen Bewegungen mit Addieren vertraut werden und beinahe unbemerkt das Einmaleins lernen, versteht sich von selbst (s. auch Steinkamp 2002). Anmerkung: Hinter der Mallandschaft steht der
Graph der Funktion z=x·y, der die Form eines parabolischen Hyperboloids
aufweist. Durch die Endlichkeit des dargestellten Bereichs wird die
Vorstellung für die Fortsetzung der Landschaft in die Unendlichkeit
gleichsam erzwungen. Die Fortsetzung über den Sattelpunkt (0,0,0)
hinaus führt zwangslos zur Einsicht, dass Minus mal Minus Plus
geben muss. Jeder in der Argument-Ebene (x-y-Ebene) gerade Weg führt
zu einer arithmetischen Folge 2. Ordnung in den Multiplikationsresultaten
(z-Höhen). Diese »krummen Touren« zeigen durch die
parabolische Gestalt die ästhetische Seite der Mallandschaft, welche
beispielsweise in der 3. Binomischen Formel (a-x)·(a+x)=a2-x2
gerinnt und in der geometrische Aussage gipfelt, dass unter allen Rechtecken
mit konstantem Umfang das Quadrat die grösste Fläche hat.
Schließlich sind das Aufstellen und Einräumen der Landschaften
herausfordernde Übungen im Ordnen, Addieren und Faktorisieren arithmetischen
Folgen 1. Ordnung, denn tatsächlich lässt sich jede Landschaft
zu einem einzigen großen Quader zusammenfügen.
Der Walti-Bräm-Verlag wird die Plus- und Mallandschaft
in sein Sortiment aufnehmen: |
| Copyright: Institut für Kognitive Mathematik Universität Osnabrück Letzte Änderung: 16. Januar 2004 |
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