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Pluslandschaft

 

Einer stieg in der Landschaft zunächst sieben Stufen und dann vier Stufen hinauf. Welche anderen Möglichkeiten gibt es, diese Höhe zu erreichen?

Ein anderer ist schon unterwegs. Zunächst stieg er sechs Stufen hinauf, dann eine. Er muss noch weitere Stufen erklimmen.

Die Pluslandschaft

Statisch betrachtet ist sowohl die PL als auch ML ein 3-stelliges Prädikat, da eine einzelne Stabplattform in ihrer Position durch drei Aspekte bestimmt ist: längs, quer, hoch. Das Prädikat (2,6,8) beispielsweise entspricht in der PL der Gleichung 2+6=8. Das Umherwandern lässt sich mathematisch durch den Wechsel der Sichtweise vom 3-stelligen Prädikat zur 2-stelligen Funktion beschreiben: Jede Plusrechnung bedeutet ein Wandern, bei dem man nacheinander die beiden Argumente der Funktion aufnimmt, entsprechend weit in Längs-, dann in Querrichtung die Treppen hoch steigt und so auf der Zielplattform, dem Funktionswert, landet. Die Kinder erwandern und erfahren so, dass es viele Wege zum Erreichen eines Zieles gibt. Manchmal lohnt sich ein Umweg, damit man sich ein Stück weit auf einem bequemen Weg bewegen kann. Bequem ist ein Weg dann, wenn man nicht mehr alle Stufen einzeln zu nehmen braucht, sondern sich durch wohlbekannte Rechnungen gleichsam hochzaubern kann, um dann von einer Plattform in der Nähe der Zielplattform die restlichen Stufen zu beschreiten: 98+99=100+100–2–1. Termumformungen nennen das die Mathematiker. Der Übergang von der PL zur ML geschieht durch das bereits angelegte Springen mit gleicher Sprungweite, das offenbar schon beim Addieren besonders hilfreich war: Summen mit lauter gleichen Summanden sind sehr geeignet, um sich unangenehme Additionsaufgaben angenehm zu machen.


Der Walti-Bräm-Verlag wird die Plus- und Mallandschaft in sein Sortiment aufnehmen:
Link zum Walti-Bräm-Verlag

 

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Institut für Kognitive Mathematik
Universität Osnabrück


Letzte Änderung: 16. Januar 2004
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