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| Verbesserung der mathematikdidaktischen Ausbildung durch den Einsatz eines MUltimediabasierten Mathematikdidaktischen Analyse-Systems Projektleitung: Prof.
Dr. Elmar Cohors-Fresenborg Laufzeit: 01.08.1997 - 31.12.2000 |
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Verbesserung
der mathematikdidaktischen Ausbildung Elmar Cohors-Fresenborg, Christa
Kaune, Inge Schwank,
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Lehrerhandbücher, didaktische Aufsätze oder Vorlesungen reichen nicht aus, um in den Köpfen der Auszubildenden ein hinreichend tragfähiges mentales Modell der Vernetzung unterschiedlicher mathematischer Ideen und der Komplexität des Unterrichtsgeschehens entstehen zu lassen. Mit den bisherigen Technologien einer Verbindung von Textmaterial und ausgewählten Videosequenzen ist die Multidimensionalität des Problems nicht zu erleben und auch die Möglichkeit nicht gegeben, eine Unterrichtsszene flexibel unter verschiedenen Blickwinkeln zu analysieren und diese als Paradigma für Lehrerverhalten zu begreifen. Es ist Aufgabe des Projektes zur Entwicklung von
MUMAS, die in zwei Schulversuchen des Niedersächsischen Kultusministeriums
erarbeiteten und evaluierten Konzepte (vgl. Cohors-Fresenborg &
Kaune, 1993) in multimedial dokumentierten Unterrichtssituationen zur
Verfügung zu stellen. Videoaufnahmen geeigneter Unterrichtsszenen
und dazu gehörige Transkripte sowie geeignete Schülerarbeiten
(Hausarbeiten, Arbeitsblätter, Klassenarbeiten) werden digital
repräsentiert. In einer Datenbank sind diese Dokumente abgelegt
und mit Techniken der Hypermedia-Programmierung vernetzt. Für die
Frage der Nachhaltigkeit der Wirkung von Mathematikunterricht ist es
wichtig, die unterrichtliche Behandlung von zentralen Ideen in verschiedenen
Kontexten (z. B. mathematische Gebiete, Aufgabenformate, Kognition,
Metakognition, mathematische Tätigkeiten), und auch sich über
längere Zeit erstreckende Entwicklungen in der Kognition und Metakognition
einzelner Schüler zu dokumentieren. Bei der Konstrution von MUMAS
wurde deswegen vorgesehen, dass einschlägige Kategorien gebildet
werden können, die durch Querverweise miteinander vernetzt sind
(vgl. Vogelsang, 1999). |
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Ein häufiger Schülerfehler
ist: -a ist eine negative Zahl. Die beiden folgenden Texte sind Schülerlösungen,
die jeweils im Rahmen einer Klassenarbeit in der 8. Jahrgangsstufe in
verschiedenen Schuljahren
In MUMAS befinden sich inzwischen mehr als hundert Klassenarbeitslösungen zu dieser Aufgabe und unter der jeweiligen Rubrik "Didaktischer Kommentar" eine Analyse aller dieser Schülerlösungen unter den Aspekten Kognition und Metakognition (vgl. auch Sjuts, 1999). Die Tatsache, dass die Lösungen jeweils mehrerer Klassen dokumentiert sind, kann aber auch zum Anlaß genommen werden, Unterschiede in der Unterrichtskultur bzgl. metakognitiver Aktivitäten herauszuarbeiten: Beide Klassen sind nach dem in unserer Arbeitsgruppe entwickelten Schulversuchskonzept unterrichtet worden und verfügen daher über Begriffe und Namen für Begriffe, mit denen sie sich über das gestellte Problem äußern können. Außerdem sind die Schüler beider Klassen durch den vorangegangenen Unterricht an Aufgabestellungen gewohnt, zu deren Bearbeitung sie kleine mathematische Aufsätze über das Zustandekommen von Begriffen, von Vorstellungen oder aber auch von Fehlvorstellungen Stellung nehmen müssen. Bemerkenswert ist, dass die Schüler der beiden verschiedenen Klassen, obwohl sie nach demselben Konzept mit den gleichen Büchern unterrichtet worden sind, über unterschiedliche Beschreibungswerkzeuge verfügen: Schüler der einen Klasse, für die in diesem Beitrag "M.G." stellvertretend steht, benutzen Wörter aus dem Feld "Objekt - Name - Bezeichnung". Die Schüler der anderen Klasse beschreiben häufiger einen funktionalen Aspekt, d.h. die Wirkungsweise der Inversenfunktion der Addition, die von dem Schüler in der oben abgedruckten Lösung mit dem Funktionsnamen i benannt wird. Ebenso läßt sich in MUMAS eine sich über mehrere Jahre erstreckende Entwicklung in der Kognition und Metakognition einzelner Schüler dokumentieren. Dies soll am Beispiel des Schülers Christoph aufgezeigt werden. Im Beitrag von Kaune (1999) wird gezeigt, dass er in der Lage ist, bezugnehmend auf einen Unterrichtsbeitrag einer Mitschülerin deren Kognition zu analysieren und deren Fehlvorstellung aufzudecken; im folgenden zeigt die von ihm im 9. Schuljahr angefertigte Hausaufgabe, dass er auch metakognitive Fähigkeiten besitzt, seine eigene Kognition betreffend:
Erste Erfahrungen mit Teilen eines Prototyps von MUMAS (auf CD) haben gezeigt, dass durch dieses System in allen drei Phasen der Mathematiklehrerausbildung die Qualität der Auseinandersetzung mit mathematischen Lehr- Lern- Denkprozessen deutlich zunehmen kann:
MUMAS wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen von HSP III gefördert. Literatur Projekt-Homepage |
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MUMAS
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