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DFG-Projekte in der Mathematikdidaktik
- seit 1995 -
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Individuelle Unterschiede in der mentalen Repräsentation
von Termumformungen
Prof. Dr. Elmar Cohors-Fresenborg
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Analyse von Unterrichtssituationen zur Einübung
von Reflexion und Metakognition im gymnasialen Mathematikunterricht
der SI
Prof. Dr. Elmar Cohors-Fresenborg
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Lösungsstrategien und Handlungsmuster von Grundschulkindern
beim Bearbeiten von Bild-Text-Aufgaben.
Qualitative empirische Untersuchung zum Umgang mit Sachsituationen
Prof. Dr. Marianne Franke
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Rekonstruktion von "Formaten kollektiven Argumentierens"
im Mathematikunterricht der Grundschule
Prof. Dr. Götz Krummheuer
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Problemlösestrategien bei räumlichen geometrischen
Aufgaben mit konkretem oder computersimuliertem Material
Prof. Dr. Kristina Reiss
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Individuelle Unterschiede in der Kognition mathematischer
Begriffsbildung
apl. Prof. Dr. Inge Schwank
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Schüler bearbeiten Probleme mit nicht-erreichbarer
Zielsetzung
Prof. Dr. Martin Stein
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Epistemologische und sozial-interaktive Bedingungen
der Konstruktion mathematischer Wissensstrukturen
Prof. Dr. Heinz Steinbring
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Arbeitsweisen von Lernenden beim computerunterstützten
Problemlösen mit Hilfe des Folgenbegriffs
Prof. Dr. Hans-Georg Weigand
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Qualitative empirische Untersuchungen zum Wahrscheinlichkeitsverständnis
bei Vor- und Grundschulkindern
Teil 2: Rekonstruieren und Modellieren von Zufallsgeneratoren
Prof. Dr. Bernd Wollring
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Individuelle Unterschiede in der mentalen Repräsentation von Termumformungen
Antragsteller:Prof.
Dr. Elmar Cohors-Fresenborg, FB Mathematik/Informatik, Universität
Osnabrück
Zusammenfassung: Das Vorhaben gehört zu unserem langjährigen
Bemühen, die kognitiven Prozesse bei der mathematischen Begriffsbildung
und Problemlösung zu erforschen. Bei dem jetzt beantragten Projekt
sollen mentale Prozesse, die bei Termumformungen ablaufen, untersucht
werden. Termumformungen sind die zentrale mathematische Technik, die in
der (Schul-)Algebra eine wesentliche Quelle von Verständnisschwierigkeiten
und Fehlleistungen von Schülerinnen und Schülern sind. Es soll
unter dem Aspekt einer mathematikdidaktischen Grundlagenforschung untersucht
werden, wie und in welcher Art sich bei den Versuchspersonen ein mentales
Modell der zu lösenden Aufgabe ausbildet und dieses angewendet wird.
Dabei wird unterschieden, ob eher eine statische Modellbildung angestrebt
wird oder ob das mentale Modell und die zugehörigen Bearbeitungswerkzeuge
den Prozeß der Formelmanipulation modellieren sollen. Es wird dabei
Bezug genommen auf die Theorie von Schwank, in der zwischen einer prädikativen
und funktionalen kognitiven Struktur unterschieden wird. Die Untersuchungen
sollen in Form von klinischen Interviews durchgeführt werden. Die
Aufgaben sollen so konstruiert werden, daß sich die Rückschlüsse
auf die kognitive Struktur der Versuchspersonen einerseits aus der Interpretation
der Interviews, aber auch aus der Leistung bei speziellen Aufgaben ziehen
lassen.
Laufzeit: 01.09.1997 - 31.08.1999
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: 1.242 Stunden
Sachmittel: DM 2.200
Analyse von Unterrichtssituationen zur Einübung
von Reflexion und Metakognition im gymnasialen Mathematikunterricht der
SI
Antragsteller: Prof.
Dr. Elmar Cohors-Fresenborg, FB Mathematik/Informatik, Universität
Osnabrück
Zusammenfassung: In zwei von uns wissenschaftlich begleiteten mehrjährigen,
niedersächsischen Schulversuchen hat sich gezeigt, daß reflektierende
und metakognitive Aktivitäten bei der Förderung des Verständnisses
von Mathematik und der Freude im Mathematikunterricht eine wichtige Rolle
spielen. Aufbauend auf den praktischen Erfahrungen soll eine Theorie metakognitiver
Ereignisse erarbeitet werden. Dazu soll zunächst eine Konzeption
der Aufgaben entwickelt und erprobt werden, die darin bestehen, daß
sich Lernende schriftlich über ihre eigenen Vorstellungen von Begriffsbildungen
oder verbale Darstellungen anderer äußern. Es soll ein Ansatz
weiterentwickelt werden, bei dem durch die Aufgabenstellung Kognition
über (schülergemäße) Aspekte von Metamathematik evoziert
und aus dieser Erfahrung (der Lernenden) heraus Metakognition über
unterrichtliche Begriffsbildungsprozesse unterstützt wird. Ziel des
beantragten Projekts ist es weiter, um solche für die Förderung
von reflektierenden und metakognitiven Aktivitäten geeignete Aufgaben
herum typische Unterrichtsszenarien zu entwickeln und dann mit videodokumentierten
Unterrichtsbeispielen die metakognitiven Aktivitäten genauer zu analysieren
und ihre Wirkungsmechanismen aufzudecken.
Laufzeit: 2 Jahre
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: 1.242 Stunden
Sachmittel: DM 20.000
Lösungsstrategien und Handlungsmuster von Grundschulkindern
beim Bearbeiten von Bild-Text-Aufgaben. Qualitative empirische Untersuchung
zum Umgang mit Sachsituationen
Antragsteller: Prof. Dr. Marianne Franke,
Institut für Didaktik der Mathematik, Justus-Liebig-Universität
Gießen
Zusammenfassung: In dem geplanten Projekt soll eine qualitative
Analyse der Handlungsmuster und Lösungstrategien von Grundschulkindern
bei der Auseinandersetzung mit Sachsituationen im Mathematikunterricht
vorgenommen werden. Drei Sachsituationen sind konzipiert und deren Bearbeitung
als "fiktives Rollenspiel" mit Grundschulkindern im Rahmen Wissenschaftlicher
Hausarbeiten mit Hilfe von Videoaufnahmen erfaßt. In der Auswertung
der Videoaufzeichnungen werden die verwendeten allgemein-heuristischen
und fachspezifisch-mathematischen Strategien hinsichtlich der individuellen
Stabilitdt und der Kontextabhängigkeit untersucht.
Um jedoch Aussagen zur Annäherung des Mathematikunterrichts an Realsituationen
treffen zu können, ist zu prüfen, inwieweit die Handlungsmuster
und Lösungsstrategien der Kinder von anderen Variablen - insbesondere
der Präsentations- und Repräsentationsform - beeinflußt
werden. Dazu sollen im Rahmen des beantragten Projektes die für das
Rollenspiel konzipierten Sachsituationen in eine arithmetisch äquivalente
andere Prdsentationsform - die Bild-Text-Aufgabe - übertragen werden.
Diese sollen in Grundschulklassen eingesetzt und deren paarweise Bearbeitung
mit Video aufgezeichnet werden. Reinterviews, die direkt nach der Bearbeitung
durchgeführt werden, geben zusätzliche Hinweise auf die Denkprozesse
der Kinder.
Laufzeit: 01.05.1996 - 30.04.1997
Bewilligte Mittel:
Stud. Hilfskräfte: 912 Stunden
Sachmittel: DM 4.425
Rekonstruktion von "Formaten kollektiven Argumentierens"
im Mathematikunterricht der Grundschule
Antragsteller: Prof. Dr. Götz Krummheuer,
FB Erziehungswissenschaft, Psychologie und Sportwissenschaft, Institut
für Grundschul- und Integrationspädagogik, Freie Universität
Berlin
Zusammenfassung: Das Projekt ordnet sich in ein umfassendes Forschungsinteresse
der Entwicklung einer argumentationstheoretisch orientierten Interaktionstheorie
mathematischen Lernens ein. Als zentrale soziale Bedingung des Lernens
wird hierbei der interaktive Prozeß des "kollektiven Argumentierens"
(M. MILLER) gesehen. Die sozialen Partizipationsstrukturen derartiger
Interaktionsprozesse werden mit Hilfe des BRUNERschen Begriffs des "Formats"
beschrieben. Er beinhaltet die Vorstellung der schrittweise zunehmenden
Autonomie aufgrund kognitiver Weiterentwicklung, die unterstützt
wird durch die interaktiv zusichernde Stabilität derartiger Interaktionsstrukturen.
Das Projekt zielt auf die empirische Rekonstruktion derartiger "Formate
kollektiven Argumentierens" und ihrer entsprechenden theoretischen
Einbindung. Aufgrund der für Schulunterricht charakteristischen Ausrichtung
an fachlichen Inhalten (ERICKSON) interessiert hier vornehmlich das Mathematiklernen
im Grundschulbereich (Klassen 1 bis 6) und eine entsprechend fachspezifische
Fundierung der zu entwickelnden Theorie.
Laufzeit: 01.10.1996 - 30.09.1998
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: 800 Stunden
Sachmittel: DM 14.880
Problemlösestrategien bei räumlichen geometrischen
Aufgaben mit konkretem oder computersimuliertem Material
Antragstellerin: Prof. Dr. Kristina Reiss,
FB Mathematik, Universität Oldenburg
Zusammenfassung: Das geplante Projekt beschäftigt sich mit
Strategien bei der Lösung räumlicher geometrischer Probleme.
Geeignete Aufgaben werden in Einzelinterviews zum einen in einem Kontext
mit konkreten Materialien und zum anderen in einer computerunterstützten
Umgebung präsentiert. Eine Pilotstudie legt nahe, daß die jeweils
verwendeten Lösungsstrategien unabhängig vom Lernkontext sind.
Diese Hypothese soll an einer größeren Zahl von Schülerinnen
und Schülern überprüft werden. Die verwendeten Strategien
sollen modellhaft beschrieben werden. Dazu wird neben dem prozeduralen
Wissen auch das begriffliche Wissen über den Gegenstandsbereich mit
Hilfe von concept maps erfaßt. Insbesondere soll auch vages
und gegebenenfalls widersprüchliches Wissen berücksichtigt werden.
Die Lösungsstrategien werden unter Einbeziehung des entsprechenden
begrifflichen Wissens als Computersimulation modelliert, wobei Möglichkeiten
des Übergangs von einfacheren zu komplexeren Strategien herausgearbeitet
werden sollen.
Laufzeit: 01.10.1996 - 30.09.1998
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: 960 Stunden
Sachmittel: DM 8.000
Individuelle Unterschiede in der Kognition mathematischer
Begriffsbildung
Antragstellerin: Prof.
Dr. Inge Schwank, FB Mathematik/Informatik, Universität Osnabrück
Zusammenfassung: Gegenstand des Projektes ist im Sinne einer Konstruktvalidierung
die Erforschung zweier kognitiver Strukturen: prädikativ/funktional.
Bei Anwendung einer prädikativen kognitiven Struktur erfolgt ein
Denken in Beziehungen und Strukturen, im funktionalen Fall ein Denken
in Handlungsabfolgen und Wirkungsweisen. Die Nützlichkeit einer solchen
Unterscheidung für die Erklärung mathematischer Begriffsbildungs-
und Denkprozesse konnten wir bereits in mehreren Pilotstudien zeigen.
Methodisch sollen die bisherigen stark auf interpretativen Verfahren basierenden
Untersuchungen um eine Versuchsanordnung erweitert werden, welche während
des Experiments Verhaltensdaten unmittelbar am Computer erfaßbar
und somit leicht einer quantitativen Auswertung zugänglich macht.
Inhaltlich sollen zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben aus dem mathematisch-informatischen
Bereich auch Aufgaben zur Musterergänzung (in Anlehnung an Ravens
APM-Test) ausgearbeitet und bei denselben VP eingesetzt werden. Es wird
erwartet, daß die VP in beiden Experimenten den Einsatz derselben
kognitiven Struktur bevorzugen. Dieses wird als Bestätigung der These
einer individuellen Präferenz für eine der beiden kognitiven
Strukturen angesehen. Im Ergebnis sollen die Methoden der experimentellen
Überprüfung unserer Theorie soweit verbessert sein, daß
diese auch für kognitionstheoretische Erklärungen menschlichen
Denkverhaltens in anderen Bereichen fruchtbar eingesetzt werden kann.
Laufzeit: 2 Jahre
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: DM 20.976
Sachmittel: DM 19.954
Schüler bearbeiten Probleme mit nicht-erreichbarer
Zielsetzung
Antragsteller: Prof. Dr. Martin Stein,
Institut für Didaktik der Mathematik, Universität Münster
Zusammenfassung: Im Zeitraum Dezember 1996 bis Dezember 1998 sollen
etwa 160 klinische Interviews von jeweils ca. 10 bis 15 Minuten Dauer
mit Kindern und Jugendlichen der Klassen 3/4 und 8 durchgeführt werden.
Ausgangspunkt ist ein vom Verfasser entwickelter Satz von Problemen aus
unterschiedlichen Kontexten (Puzzles, Kreuzworträtsel, Arithmetik
...) mit fest gegebenem Anfangs- und Zielzustand. Anders als bei den in
der Regel in der Problemlöse-Literatur benutzten Aufgaben ist der
Zielzustand nicht erreichbar. Die Lösung des Problems besteht in
der Erkenntnis, daß die Zielsetzung nicht erfüllbar ist.
Mit der geplanten Untersuchung soll Aufschluß gewonnen werden
- über Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Problemlösungsprozessen
bzw. der Qualität der Unlösbarkeitsbegründungen bei Schülern
des 3./4. Schuljahr und des 8. Schuljahres.
- über den Einfluß der Aufgabenkomplexität auf den Problemlöseprozeß
und die Qualität der Antworten.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen genutzt werden, um aus dem Aufgabenmaterial
praktikable Unterrichtssequenzen zur Förderung der Argumentationsfähigkeit
zu entwickeln.
Laufzeit: 01.12.1996 - 30.11.1998
Bewilligte Mittel:
Wiss. Hilfskräfte: 1.976 Stunden
Stud. Hilfskräfte: 1.482 Stunden
Sachmittel: DM 9.000
Epistemologische und sozial-interaktive Bedingungen
der Konstruktion mathematischer Wissensstrukturen
Antragsteller: Prof. Dr. Heinz Steinbring,
Universität Dortmund
Zusammenfassung: In der mathematikdidaktischen Forschung wird seit
ca. 1985 intensiv das sog. Learning Paradox diskutiert: "... if one
tries to account for learning by mental actions carried out by the learner,
then it is necessary to attribute to the learner a prior cognitive structure
that is as advanced or complex as the one to be acquired." (Bereiter
1995). Das Paradox beruht auf der Annahme, daß jede Wissensrepräsentation
immer nur die Kombination vorhandener Repräsentationen ist, also
"echtes" Lernen nicht stattfindet. Demgegenüber wird in
der didaktischen Interaktionstheorie die Sichtweise vertreten, daß
Wissensbedeutungen in der sozialen Interaktion konstituiert werden. Mathematisches
Wissen wird insbesondere durch Symbole und Diagramme repräsentiert
und der Erwerb dieses Wissens erfordert vom Lernenden die aktive Konstruktion
neuartiger Beziehungen in den Repräsentationsmodi. Im Projekt werden
mit Methoden der epistemologischen qualitativen Unterrichtsforschung Episoden
des alltäglichen Mathematikunterrichts der Grundschule analysiert
und Wechselwirkungen zwischen epistemologischen und sozial-interaktiven
Bedingungen der Wissensstruktur untersucht.
Laufzeit: 01.04.1997 - 31.03.1999
Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: 540 Stunden
Arbeitsweisen von Lernenden beim computerunterstützten
Problemlösen mit Hilfe des Folgenbegriffs
Antragsteller: Prof.
Dr. Hans-Georg Weigand
Zusammenfassung: Ziel des beantragten Projekts ist es, Arbeitsweisen
von Lernenden am Computer zu dokumen-tieren und zu analysieren, Problemlösestrategien
zu identifizieren und spezifische Arbeitswei-sen im Unterschied zum traditionellen
Arbeiten mit Papier und Bleistift zu erkennen. Als mathematischer Themenbereich
wurde der Folgenbegriff gewählt, da er gerade im computer-unterstützten
Unterricht neue Aktualität gewinnt. Für die Durchführung
der empirischen Un-tersuchung soll eine computergestützte Versuchsanordnung
entwickelt werden, die zum einen ein Lernprogramm zur schrittweisen Einführung
in die Problemstellungen darstellt, die zum zweiten ein mathematisches
Werkzeug zum numerischen Experimentieren und zum Erzeugen verschiedener
Darstellungen ist, und die schließlich und zum dritten als ein Meßinstrument
für die empirische Untersuchung dient, mit deren Hilfe die Arbeitsweisen
von Schülerinnen und Schülern am Computer in Form eines 'Computerprotokolls'
festgehalten und anschlie-ßend analysiert werden können. Als
elektronisches Werkzeug dient das Programm 'Excel', die Computerprotokolle
werden mit dem Programm 'Screencam' erstellt.
Die Ergebnisse des Projekts sollen dazu beitragen, das individuelle computerunterstützte
ex-perimentelle Arbeiten bei Problemlöseprozessen besser verstehen
und im Hinblick auf zu-künftige curriculare Entscheidungen berücksichtigen
zu können.
Laufzeit: 2 Jahre
Bewilligte Mittel:
Stud. Hilfskräfte: 1008 Stunden
Sachmittel: 2250.- DM
Qualitative empirische Untersuchungen zum Wahrscheinlichkeitsverständnis
bei Vor- und Grundschulkindern, Teil 2: Rekonstruieren und Modellieren
von Zufallsgeneratoren
Antragsteller: Prof. Dr. Bernd Wollring,
FB Mathematik / Informatik, Universität Gesamthochschule Kassel
Zusammenfassung: Der Antragsteller beabsichtigt, im Jahre 1996
mit Grundschulkindern etwa zehn zweiteilige videodokumentierte klinische
Spielinterviews zu stochastischen Kompetenzen durchzuführen, in denen
Zufallsgeneratoren aufgrund von Versuchen zu rekonstruieren und zu modellieren
sind. Im "Rekonstruktionsversuch" (1.Teil) ist ein verdecktes
Glücksrad aufgrund von Versuchsergebnissen durch ein einstellbares
Glücksrad nachzubauen. Ikonische Versuchsprotokolle unterstützen
arithmetische Teilleistungen. Der nachgebaute Zufallsgenerator wird mit
dem aufgedeckten Zufallsgenerator direkt und anhand von Versuchen verglichen,
die Rekonstruktion ist für die Kinder kontrollierbar. Im "Modellierversuch"
(2.Teil) ist ein Zufallsgenerator mit nicht bekannter a priori Verteilung
aufgrund von Versuchen durch ein einstellbares Glücksrad mit sichtbarer
a priori Wahrscheinlichkeitsverteilung nachzubilden. Die Modellierung
ist nurmehr anhand von Versuchsergebnissen und nicht durch a priori Vergleich
zu belegen.
Gefragt ist, ob und inwieweit in Rekonstruktionsversuchen entwickelte
Kompetenzen der Kinder bei den Modellierversuchen wirksam werden und wie
die Kinder die Modellierung sprachlich und handelnd qualitativ und quantitativ
kennzeichnen. Die Interviews werden durch quantitative Dokumentation der
Versuchsergebnisse und durch qualitative empirische Untersuchungen der
Versuchsabläufe analysiert. Der Antrag betrifft Videogerät und
Arbeitszeit von Mitarbeitern.
Laufzeit: 01.05.1997 - 30.04.1998
Bewilligte Mittel:
Wiss. Hilfskräfte: 300 Stunden
Stud. Hilfskräfte: 300 Stunden
Sachmittel: DM 7.200
Erstellt Institut
für Kognitive Mathematik, UniversitätOsnabrück
Kontakt wegen web-page: Inge
Schwank ( schwank@mathematik.uni-osnabrueck.de
)
Letzte Änderung: 20. Sep. 06
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