Erstrechenausbildung (WS 2003/04)



Veranstalterin: Prof. Dr. Inge Schwank, Institut für Kognitive Mathematik,
Fachbereich Mathematik / Informatik, Universität Osnabrück

Erstrechenunterricht
Aufgabenstellung
Peter Gallin's Rechenlandschaften
Beiträge der Studierenden
Literatur

Einordnung

Das Studienangebot des Fachbereichs Mathematik/Informatik zum Erstrechnen richtet sich an Studierende des Lehramtstudiengangs Grund-Haupt-Realschule mit Schwerpunkt Grundschule und dem Unterrichtsfach Mathematik.
Die Studienordnung sieht vor, dass in diesem Studiengang während der ersten beiden Semester zunächst erfolgreich zwei Vorlesungen (mit Übungen und Tutorien) "Grundkurs Mathematik I und II" absolviert werden.
Im dritten Semester wird dann erstmalig eine Veranstaltung zur Mathematikdidaktik angeboten, die im vierten Semester fortgesetzt wird. Es handelt sich dabei um die beiden Vorlesungen (mit Übungen und Tutorien) "Grundkurs Didaktik der Mathematik I ind II".
Im Verlauf eines erfolgreichen Studiums wird im fünften Semester ein Proseminar zur Mathematikdidaktik besucht. Studierende mit Mathematik als Langfach erhalten im sechsten Semester zusätzlich ein Seminar zur Mathematikdidaktik.

 

Erstrechenunterricht

Die Ausbildung im Erstrechenunterricht ist integriert in den Grundkurs Didaktik der Mathematik I. Während in den letzten Jahren die Eigenaktivität der Studierenden im wesentlichen darin bestand, während der Vorlesung mitzuarbeiten, diese vor- und nachzubereiten wie auch regelmäßig extra ausgewiesene Übungsaufgaben zu bearbeiten, ist in diesem Semester statt der Übungsaufgaben ein Thema herausgegriffen worden, das von den Studierenden vor dem Hintergrund des in der Vorlesung Erarbeiteten intensiver behandelt werden soll. Aufgrund der enormen Bedeutung des Einsatzes geeigneter Materialien im Erstrechenunterricht ist die Entscheidung auf die Auseinandersetzung mit einem Material - von der Herstellung bis zur Erkundung, welche denkbaren Aufgabentypen damit erschlossen werden können - gefallen. Mit der Pluslandschaft ist ein in Deutschland weniger verbreitetes Material ausgewählt worden, damit sich die Studierenden verstärkt um die Entwicklung und Untersuchung eigener Ideen und Vorstellungen bemühen und sie nicht allzu leicht fertige Ideen anderer, im ungünstigsten Fall sogar unreflektiert, übernehmen und zu Papier bringen können.

Wünschenswert ist, dass die erfolgreiche Einarbeitung seitens der Studierenden dahingehend fortgesetzt und vertieft wird, dass einige von ihnen sich ganz konkret der Umgangsweisen von Kindern mit dem von ihnen überdachten Material widmen. Dies wäre etwa möglich im Rahmen des Proseminars "Einsatz didaktischer Materialien im Mathematikunterricht", das im Wintersemester 2004/2005 stattfinden wird. Wer besonderes Interesse am Thema gefunden hat, könnte den Umfang der Auseinandersetzung steigern und schließlich dazu seine erste oder zweite Staatsarbeit verfassen.

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Aufgabenstellung an die einzelnen Studierenden

Stellen Sie eine einsatzfähige Pluslandschaft her (Schülermodell). Bearbeiten Sie damit viele verschiedenartige Aufgaben (mind. 4), die sie nach Kategorien geordnet auflisten. Besprechen Sie das Material vor dem Hintergrund dessen, was sie in der Vorlesung vorgestellt bekommen haben.

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Peter Gallin's Rechenlandschaften

Ein Ziel des Arbeitens mit der Plus- oder Mallandschaft ist es, die Kinder zur Beweglichkeit beim mathematischen Umformen zu ermuntern und sie die Vorteile des eigenständigen Abänderns einer vorgegebenen Rechenaufgabe erfahren zu lassen. Bei so viel Beweglichkeit wundert es nicht, dass diese Rechenlandschaften keine bunten Markierungen kennen und die Plattformen weder mit der zugehörigen Rechenaufgabe noch mit dem Resultat, der Höhe, etikettiert sind. Farben und Beschriftungen (die sich der prädikative Blick sofort wünscht) würden das Augenmerk auf ein statisches Dasein lenken, dem aber gilt hier nicht das Interesse.

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Prof. Dr.
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Beiträge der Studierenden zur Pluslandschaft

Während zweier Übungsveranstaltungen präsentierten die Studierenden ihre Schülermodelle "Pluslandschaft" (Fotos der Präsentation). Im folgenden werden die Arbeiten der Studierenden vorgestellt: zum einen Fotos von den hergestellten Schülermodellen, zum anderen die ausgearbeiteten Texte als pdf-files. Die besten Arbeiten dieser Studierenden im 1. Semester Mathematikdidaktik werden mit einer Urkunde gewürdigt.

 

  Julia Atkinson Schülermodell Arbeit
  Alexander Auch Schülermodell Arbeit
  Kim Bock Schülermodell Arbeit
  Sonja Bode Schülermodell Arbeit
  Katja Boeck Schülermodell Arbeit
  Sina Böttger Schülermodell Arbeit
  Anne Burlage Schülermodell Arbeit
  Kathrin Gediga Schülermodell Arbeit
  Melanie Hindricks Schülermodell Arbeit
  Andrea Hübler Schülermodell Arbeit
  Martina Hülsmeier Schülermodell Arbeit
  Kathrin Kraicziczek Schülermodell Arbeit
  Tanja Köster Schülermodell Arbeit
  Christina Ostendorf Schülermodell Arbeit
  Judith Schneider Schülermodell Arbeit
  Anke Tabeling Schülermodell Arbeit
  Carina van der Pütten Schülermodell Arbeit
       

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Literatur

  • Ruf, Urs; Gallin, Peter (1995): Ich mache das so! Wie machst du es? Das machen wir ab. Lehrmittelverlag des Kantons Zürich.
  • Schwank, Inge (2003): Einführung in funktionales und prädikatives Denken. Zentralblatt für Didaktik der Mathematik, Themenheft "Zur Kognitiven Mathematik", Vol. 35 (3), 70-78.
  • Schwank, I.; Armbrust, S.; Libertus, M. (2003): Prädikative versus funktionale Denkvorgänge beim Konstruieren von Algorithmen - Zentralblatt für Didaktik der Mathematik, Jg. 35 (H.3), S.79-85
  • Aring, A.; Blocksdorf, K. (2003): Rechnen im 1. Schuljahr: Betritt die Rechenwendeltreppe. - Staatsarbeit, Universität Osnabrück
  • Steinkamp, S. (2002): Dialogisches Lernen im Primarstufenunterricht zum Verständnis der Multiplikation. - Staatsarbeit, Universität Osnabrück
  • Kronemeyer, S.; Schomakers, B. (In Arbeit): Rechnungen passieren: Bewegungen im Zahlenbaum. IKM, Universität Osnabrück.

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Handlungsorientierter Zugang z.B. zu Grundrechenarten:

Dynamische Labyrinthe

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Universität Osnabrück

Letzte Änderung: 20. Januar 2004
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