DFG-Projekt
Individuelle Unterschiede in der Kognition mathematischer Begriffsbildung

Antragstellerin: apl. Prof. Dr. Inge Schwank, FB Mathematik/Informatik, Universität Osnabrück

Zusammenfassung: Gegenstand des Projektes ist im Sinne einer Konstruktvalidierung die Erforschung zweier kognitiver Strukturen: prädikativ/funktional. Bei Anwendung einer prädikativen kognitiven Struktur erfolgt ein Denken in Beziehungen und Strukturen, im funktionalen Fall ein Denken in Handlungsabfolgen und Wirkungsweisen. Die Nützlichkeit einer solchen Unterscheidung für die Erklärung mathematischer Begriffsbildungs- und Denkprozesse konnten wir bereits in mehreren Pilotstudien zeigen. Methodisch sollen die bisherigen stark auf interpretativen Verfahren basierenden Untersuchungen um eine Versuchsanordnung erweitert werden, welche während des Experiments Verhaltensdaten unmittelbar am Computer erfaßbar und somit leicht einer quantitativen Auswertung zugänglich macht. Inhaltlich sollen zusätzlich zu den bisherigen Aufgaben aus dem mathematisch-informatischen Bereich auch Aufgaben zur Musterergänzung (in Anlehnung an Ravens APM-Test) ausgearbeitet und bei denselben VP eingesetzt werden. Es wird erwartet, daß die VP in beiden Experimenten den Einsatz derselben kognitiven Struktur bevorzugen. Dieses wird als Bestätigung der These einer individuellen Präferenz für eine der beiden kognitiven Strukturen angesehen. Im Ergebnis sollen die Methoden der experimentellen Überprüfung unserer Theorie soweit verbessert sein, daß diese auch für kognitionstheoretische Erklärungen menschlichen Denkverhaltens in anderen Bereichen fruchtbar eingesetzt werden kann.

Laufzeit: 2 Jahre

Bewilligte Mittel:
Wiss. Mitarbeiter: 1/2 BAT IIa
Stud. Hilfskräfte: DM 20.976
Sachmittel: DM 19.954

 

Copyright:
Institut für Kognitive Mathematik
Universität Osnabrück /

Letzte Änderung: 21. Sep. 99
Homepage: Institut für Kognitive Mathematik
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